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Dalmatien

Geschichte zu Dalmatien

Erste Siedler - 1200 v. Chr.

Schon in der Steinzeit müssen das gute Klima, der reiche Boden und die schützenden Berge Dalmatiens verlockend gewirkt haben. Denn bei Sibenik und auf Hvar fanden Archäologen Relikte, die davon zeugen, dass es hier spätestens ab 4500 v. Chr. Erste Siedlungen gab. Und als die Menschheit mit den Jahrtausenden die unterschiedlichsten Märkte und Handelsgüter schuf, entwickelte sich der Adriaraum zum wichtigsten Umschlagplatz zwischen Europa und Asien. Über diesen Weg gelangte Beispielsweise auch das Wissen, wie man Haustiere hält, nach Mitteleuropa. Die ersten Bewohner Dalmatiens hinterließen Historikern nicht viel: Ein paar Artefakte, Zeichnungen, Wallburgen. Ansonsten wissen wir heute wenig über diese Menschen, weder woher sie kamen, noch wohin sie gingen. Sicher ist nur: Im 11. Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung strömten neue Völker in das Land…

Kroatische Siedlungen - 7. Jahrhundert

Aus Nordeuropa an den Balkan kamen vor allem die Illyrer, die hier kurz vor Beginn unserer Zeitrechnung erste feste Dörfer und Burgen bauten. Die Kelten taten es ihnen im 4. Jahrhundert nach Christi gleich, auch sie zog es in wärmere Gefilde. Und selbst die sonnenverwöhnten Griechen reisten in das Gebiet, das wir heute als Dalmatien kennen. Sie gründeten Handelszentren und trugen ihren Teil zur höher werdenden Bevölkerungsdichte bei. Kein Wunder, dass es zwischen den "Neuen" und den "Ureinwohnern" teils hohe Wellen schlug, die sich aber mit der Zeit durch gegenseitige Adaption von Kultur glätteten. Weniger harmonisch verlief die erste Begegnung mit den Römern: Sie kamen bereits vor den Griechen, im 2. Jahrhundert v. Chr., in der klaren Absicht an, sich Land und Leute zu Eigen zu machen. Dazu waren nicht nur viele kleinschrittige Schlachten nötig, sondern die geschlagenen und besetzten Illyrer rebellierten auch noch ausgiebig und so kam es bis ins 14. Jahrhundert hinein immer wieder zu Aufständen. Dabei wurde die römische Provinz Illyricum schon im 4. Jahrhundert von einem in Dalmatien geborenen Caesaren regiert: Dem berühmten Kaiser Diokletian, dessen Palast den Grundstein und das Herz der Stadt Split bildet. Nach seinem Tod beginnen zwei turbulente Jahrhunderte für Dalmatien: Erst zerfällt das römische Reich in einen Ost- und einen Westteil, wobei die Gegend, die später Kroatien heißen wird, dem Westen zugeordnet wird, später aber vom Oströmischen Reich erobert wird. Trotz kurzen Intermezzi italienisch-deutscher und gotischer Herrschaft gehört Kroatien in dieser Zeit vornehmlich zu Byzanz. Doch die Byzantiner fliehen schnell wieder Ende des 6., Beginn des 7. Jahrhunderts vor der Völkerwanderung der Slawen und Awaren, die auch Salona zerstört. Die Slawen reißen die Macht an sich und ein Sub-Clan, die so genannten Kroaten, werden sesshaft. Die Region erhält einen neuen Namen, wird bestellt und bebaut und im 7. Jahrhundert richtet man im Palast des Christenhassers Diokletian den ersten Bischofssitz in Split ein.

Staatsgründung und ungarische Herrschaft

Dalmatien
Dalmatien zu Zeiten der Römer
Im nördlichen Dalmatien, genauer gesagt, in Nin bei Zadar wird der kroatische Staat geboren. Herzog Trpimir erklärt sich selbst hier Mitte des 9. Jahrhunderts zum "Fürst der Kroaten durch Gottes Gnaden". Seine politischen Ideen werden befolgt und sein Anspruch auf Macht anerkannt. Sein Nachfolger und Nachfahr Tomislav nennt sich 924 schon "König" und festigt die Idee einer kroatischen Herrscherdynastie entlang der gesamten Dalmatischen Küste. Doch das Geschlecht stirbt aus und der verbleibende Adel gliedert sich lieber dem ungarischen Reich an, als selbst einen neuen Herrscher zu bestimmen. Denn Venedig versucht zu diesem Zeitpunkt schon einige Jahrzehnte, sich die Region anzueignen. Ein starker, schützender Verbündeter kann also nicht schaden. Allerdings nützt er auch nicht allzu viel: Die Serenissima erobert Dalmatien, die Adriainseln und einen guten Teil Istriens, das Türkische Heer weite Teile des östlichen Kroatiens. Während sich Venedig und das Osmanische Reich um die dalmatischen Städte zanken, fällt der restliche, noch ungarische Teil an die Habsburger. Das ganze Chaos in der Region nützt einzig dem aufkommenden Wirtschaftszweig der Piraterie. Denn für die Querelen und Streitereien der drei Großmächte müssen kontinuierlich Waren, Zahlungs- und Lebensmittel beschafft werden, die die geschickten Seeleute leicht kapern und in den unwegsamen Bergen verstecken können. Ruhiger wurde es in Kroatien erst, als die Venezianer sich 1699 in Karlowitz offiziell bestätigen lässt, dass ihm die eroberten Gebiete gehören. Fast ein Jahrhundert werden Paläste errichtet, der Handel gestärkt und das türkische Heer weiter zurückgedrängt - bis 1797 das Ende der Republik Venedig besiegelt und Kroatien ein Teil der k.u.k.-Monarchie wird. Und das bleibt die Region auch bis zum Ausbruch des ersten Weltkriegs - von einer kurzen Phase französischer Herrschaft nach den Napoleonischen Schlachtzügen einmal abgesehen - die aber für das Selbstbewusstsein des Bürgertums nicht zu unterschätzen ist. Von dem Nationalgefühl der Franzosen inspiriert wird zunächst das Feudalsystem abgeschafft und 1830 beginnt eine nationale Bildungsbewegung in Kroatien: Eine einheitliche Schriftsprache, kroatisch als Amtssprache in Dalmatien, eigene politische Parteien und Ziele sind nur wenige Effekte dieser Rückbesinnung auf den eigenen Staat. Doch fühlt man sich Österreich-Ungarn weiterhin noch so sehr zugehörig, dass man an dessen Seite steht, als es zum Weltkrieg kommt.

Jugoslawien

Aus dem ersten Weltkrieg geht Kroatien als Verlierer hervor. Das Land wird zwischen Italien (Istrien, Zadar, einige Inseln) und Serbien aufgeteilt. Der neue Staat nennt sich erst "Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen", später dann Jugoslawien. Doch da Italien protestierte, musste eine neue Zuteilung gefunden werden: Schließlich teilte man den Zankapfel Rijeka so auf, dass nur der Stadtteil Susak im Königreich verblieb, der Rest an Italien fiel. Doch die gewaltsame Teilung und Zusammenlegung tat dem jungen Staat nicht gut. Zu groß wurden die Konflikte zwischen Kroaten, Dalmatinern und Serben, da es nicht zu dem utopischen Gemeinschaftsstaat kam, den sich Intellektuelle auf beiden Seiten schon lange gewünscht hatten, sondern zu einem in Belgrad zentral und allein beschlossenem Diktat. Der Zwist gipfelte 1928 in einem Attentat auf den Führer der Bauernpartei der Kroaten im Parlament, bei dem auch drei weitere Parteimitglieder zu Tode kamen. Daraufhin beschlossen die kroatischen Parteien einheitlich, die Mitarbeit an der Politik nicht weiter fortzusetzen, was König Alexander sehr gelegen kam: Er verbot kurzerhand Parteien im allgemeinen und etablierte sich selbst als Diktator Jugoslawiens. 1934 stirbt er in Marseille an den Folgen eines Attentats. Die einzelnen Volksgruppen Jugoslawiens finden keinen Frieden und noch weniger einen freundschaftlichen Umgang miteinander und so wird es ab 1941 den deutschen und italienischen Faschisten relativ leicht gemacht, systematisch Juden und Serben zu ermorden: Denn mit Ante Pavelic übernimmt ein Einheimischer die Führung des neuen faschistischen Ustasa-Regimes. Massenmorde an Kroaten aus Rache sind die Folge dieser opportunistischen Politik. Widerstandskämpfer wie Titos kommunistische Befreiungsarmee müssen sich in den Bergen und auf Inseln verstecken, ihre kleinen Erfolge gelten aber auch lange nach dem Krieg noch als Heldentaten. Denn während sie den großen, grausamen Feind bekämpfen, bekriegen sich die Serben und Kroaten, die Bosnischen Moslems und die Serben und die Albaner gegenseitig in einem verworrenen und brutalen Bürgerkrieg.

Die Ära Tito

Der Kommunismus Jugoslawiens ist kaum mit dem des restlichen Europas und Asiens zu vergleichen. Tito, der sich nach seinen Erfolgen als Untergrundkämpfer leicht zum Präsidenten wählen lassen konnte, brach bereits 1948 mit Stalin und wurde aus der Kommunistischen Internationalen ausgeschlossen. Ein Status, den er nicht bedauerte. Im Gegenteil: Er war es, der 1961 die erste Konferenz der Blockfreien Länder organisierte um sich und die anderen in ihrer Unabhängigkeit zu stärken. Doch so gewandt Tito auf dem außenpolitischen Parkett agieren konnte, so blind war er gegen innenpolitische Probleme: Gewalt und Ignoranz waren die Antwort seines Regierungsstils auf schwelende Konflikte. Die Differenzen zwischen den einzelnen Volkgruppen wuchsen, so dass nach Titos Tod 1980 ein neuer Nationalismus auftrat, in dem es nicht der Staat Jugoslawien sondern die individuelle Herkunft die Hauptrolle spielte. Dieses ohnehin schon hohe Konfliktpotential wurde durch eine schwache Wirtschaft und soziale Differenzen zusätzlich verschärft.

Der Zerfall Jugoslawiens

Kurz nachdem Slowenien und Kroatien 1991 ihre Unabhängigkeit von Jugoslawien proklamiert hatten, brach der Krieg aus. Von Slowenien über Kroatien bis Bosnien-Herzegowina erstreckten sich die Frontlinien. Serben eroberten große Teile des kroatischen Hinterlandes und Städte wie Dubrovnik, Zadar und Sibenik wurden heftig bombardiert und umkämpft. Bis 1995 gelang es den Kroaten jedoch, den Großteil dieses Gebiets zurück zu erobern und die von dort vertriebenen Menschen konnten in ihre alte Heimat zurückkehren. Auf Internationalen Druck hin wurde schließlich ein Friedensabkommen ausgehandelt und durch das Engagement deutscher Politiker erkannte die EU Kroatien und Slowenien 1992 als eigenständige Staaten an. Doch der neue Staat war geschwächt: Zerbombte Häuser, tausende Flüchtlinge, ein kaum existenter Tourismus und die schwache Infrastruktur machten Kroatien schwer zu schaffen. Zusätzlich verbaute sich der resolut bis autoritär auftretende Präsident Tudman viele Chancen, indem er nicht nur eine enge Zusammenarbeit mit dem internationalen Gerichtshof in DenHaag versagte sondern auch Journalisten die freie Berichterstattung erschwerte. Nach seinem Tod 1999 sah man in Kroatien eine neue Möglichkeit zum Aufschwung, dauerhaften Frieden und einem besseren Leben: Die EU.

Der Weg in die EU

Mit dem neuen Präsidenten Kroatiens, Stipe Mesic, Mitglied der Kroatischen Volkspartei und 2000 mit 56% ins Amt gewählt, hat Kroatien ein Staatsoberhaupt, für den die Mitgliedschaft in der EU oberste Priorität hat. Er unterstützte DenHaag bei anstehenden Investigationen, lieferte Kriegsverbrecher aus, befürwortet die Liberalisierung des Handels, möchte das Rechtssystem überarbeiten und steht auch der Privatisierung einstmaliger Staatsbetriebe nicht negativ gegenüber. Der Beitritt Kroatiens zur NATO im Jahr 2000 war sein erster Erfolg, seit 2005 verhandelt er nun mit der Europäischen Union die genauen Konditionen einer Mitgliedschaft. Und es sieht gut aus für Kroatien - nicht nur was die EU-Aufnahme angeht, sondern auch und vor allem die Situation des Landes an sich: Letztendlich führt diese turbulente, teils brutale, teils tragische, immer episodenhafte Geschichte doch noch zu einem Zustand des Friedens und der Stabilität, womöglich gar zu einer neuen Blütezeit Kroatiens - wer die optimistischen Gesichter der Kroaten sieht, kann kaum etwas anderes glauben!