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Insel Hvar

Geschichte zur Insel Hvar

Es ist überliefert, dass bereits im Jahr 384 vor unserer Zeitrechnung die ersten Griechen Richtung Hvar übersetzen und sich dauerhaft hier niederließen. Der Ort, den wir heute als Starigrad kennen, hieß damals Pharos und war die einzige Siedlung inmitten reicher Fischgründe, dichter Kiefernwälder und fruchtbaren Bodens. Die auf der Insel verstreut lebenden Illyrer und Dalmaten versuchten zunächst die Eindringlinge zu vertreiben, scheiterten aber an der Schlachterfahrung und der Vielzahl der Griechen. Erst die Römer konnten die griechische Herrschaft im Jahr 213 v. Chr. ablösen. Sie verfolgten eine ganz andere Politik als die Griechen, die Pharos gerne zu einer weiteren Adria-Metropole gemacht hätten. Rom drängte die ursprünglichen Inselbewohner gen Osten ab, wo sie sich der Landwirtschaft widmen mussten. Verstärkung erhielten sie zur Zeit der Völkerwanderungen von den Slawen, die aus Neretva auf die Insel kamen und ihr den Namen "Lesna" gaben. In dieser Zeit schlossen sich immer mehr Gehöfte zu kleinen Siedlungen an der Ost- und Südküste Hvars zusammen. Im frühen Mittelalter wurde Hvar hart umkämpft: Von der byzantinischen Herrschaft 870 bis zur Venezianischen Eroberung 1420 stand Hvar dennoch zeitweilig immer wieder unter Selbstherrschaft. Doch da die Flotte der Serenissima einen festen Hafen in der Adria benötigte setzte sie alles daran, Hvar unter ihren Schutz zu stellen – und dieses Anliegen schließlich auch durch. Durch den regen Handel und die Kontakte mit dem Ausland erlebte Hvar in den nächsten Jahrzehnten seine Blütezeit: Die Städte wurden baulich aufgewertet, Venedig brachte mehr Geld auf die Insel, als es Fischfang und Landwirtschaft je hätten erwirtschaften können und ernannte einzelne Familien zu einem Adelsgeschlecht, so dass auch politische Unruhen weitgehend eingedämmt werden sollten. Dieser Plan allerdings scheiterte natürlich: 1510 lehnten sich 6000 Bürger unter Matija Ivanic gegen diese Klassenhierarchie auf – erfolglos ob der venezianischen Übermacht. Die feindlichen Parteien einte im Jahr 1571 die Bedrohung durch einen gemeinsamen Feind: die türkischen Truppen waren auf ihrem Vormarsch bis auf die Insel Hvar gedrungen und machten die Städte dem Erdboden gleich. Trotz engagierter aber langwieriger Aufbauarbeiten zog sich Venedig langsam zurück. 1774 wurde Kotor zum wichtigsten Hafen der Region und Hvars Ruf beschränkte sich fortan auf seine malerische Natur und das optimale Klima. Zwar erregte die Insel noch bei Österreichern, Italienern und Slawen ein gewisses Interesse, wurde wechselnd mal der einen, mal der anderen Nation zugesprochen, aber wirkliche Bekanntheit erhielt sie erst wieder nach dem Ende des zweiten Weltkriegs als der Tourismus hier Fuß zu fassen begann.

Seither zieht es immer mehr internationale Gäste in die kleinen Küstenorte und Bergdörfer – doch die Bewohner Hvars haben aus der Geschichte ihrer Heimat gelernt, dass jede Phase überraschend enden kann und so konzentriert man sich hier nicht ausschließlich auf das Geschäft mit dem Fremdenverkehr sondern bewahrt sich seine Unabhängigkeit und Authentizität indem nach wie vor der Fischfang und die Landwirtschaft zu den wichtigen Wirtschaftspfeilern der Einheimischen gehören.