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Kastela

Die Legende von Miljenko und Dobrila

Die schaurig schöne Legende der Kastelas beginnt im siebzehnten Jahrhundert auf dem Kastel Luksic. Hier lebten die Familien Vitturi und Rusinic, die seit Urzeiten und ohne, dass der Grund überliefert gewesen wäre im Zwiste miteinander lebten. Man gönnte einander nichts Gutes und auch die Ahnen hatten sich gegenseitig die Pest an den Hals gewünscht. Nun begab es sich aber, dass beiden Familien je ein Kind geboren ward. Die Tochter der Vitturis hörte auch den Namen Dobrila und der Sohn der Rusinics wurde Miljenko getauft. Die Kinder wuchsen gut behütet und gesund heran und eines Tages - wie das Schicksal so spielt - verlieben sie sich ineinander. Entsetzt über diese unmögliche Liaison beschließt Herr Vitturi, seine Tochter dem Bendiktinerinnenkloster in Trogir anzuvertrauen. Voller Trauer fügt sich das Kind in sein Schicksal, hofft und wartet aber heimlich auf ihren geliebten Miljenko, auf dass er sich suchen, finden, ehelichen werde. Sie ist in ihrer Isolation die Einzige, die noch nicht erfahren hat, dass der junge Mann vom Richter Kastelas dem mühsam aufrecht erhaltenen Frieden Kastelas geopfert und ebenfalls in ein Kloster verbannt wurde. Dort, in Visovac, ganz in der Nähe der Krka-Wasserfälle begegnet dem verzweifelten Miljenko eines Tages ein altes Weib. Sie stellt sich als Bäuerin vor, wirkt überaus freundlich und gewinnt schnell das Vertrauen des Jungen. Ihr kann er seine tragische Liebesgeschichte anvertrauen. Sie erschrickt ein wenig, war sie doch zuvor in Diensten der Familie Vitturi und hatte Dobrila als Amme groß gezogen. Aus aufrechter Liebe zu ihrer ehemaligen Ziehtochter versprach sie Miljenko, Kontakt zu dem Mädchen aufzunehmen und sie zur Flucht zu ermuntern, so sie denn seine Liebe erwiderte. Dies geschah dann auch, Dobrila freute sich, zu hören, dass es ihrem Freund gut ging und er ebenso viel an sie dachte, wie sie an ihn und entschloss sich, die Flucht zu wagen. Doch das Glück war ihr nicht hold. Noch bevor sie ihren Miljenko endlich wieder in die Arme schließen konnte, wurde sie von Räubern verschleppt. Ihr Verschwinden war natürlich nicht unbemerkt geblieben, und als ihrem Vater die brutale Entführung seiner Tochter zu Ohren kam, zögerte er keine Sekunde: Er nutzte seinen Reichtum, seinen guten Ruf in Kastela, und sein taktisches Geschick und so gelang es ihm schließlich, Dobrila zu befreien. Sowohl die Familie Vitturi als auch die Rusinics mussten sich eingestehen, der Liebe gegenüber ohnmächtig zu sein, und so akzeptierten sie die Gefühle der jüngsten Generation - mehr noch: Sie schlossen endlich Frieden. Ein rauschendes Hochzeitsfest wurde für Dobrila und Miljenko in Kastela ausgerichtet und die Verbannung aufgehoben. Doch schon bald keimten alte Fehden und Hassgefühle wieder auf. Und da er nun einmal die Möglichkeit hatte nutzte der alte Vitturi seinen Kontakt zu der Räuberbande, um Miljenko töten zu lassen. Als Dobrila von dem Tod ihres frisch angetrauten Gatten erfuhr, und dann auch noch vernahm, dass ihr eigener Vater diesen hat veranlassen, erlag sie dem Wahnsinn. Sie schrie und weinte viele Tage, die Trauer schwächten die junge Witwe so sehr, dass sie sehr krank wurde - vielleicht auch, weil ihr nun der Sinn ihres Lebens, Miljenko, genommen worden war. Kurze Zeit nach Miljenkos Tod starb auch Dobrila. Ihr letzter Wunsch, neben ihrem Mann begraben zu werden, und so wenigstens im Tode für immer mit ihm vereint zu sein, wurde von den Verwandten erfüllt. Beide Familien mussten erst ihre Kinder verlieren, um deren aufrichtige Liebe akzeptieren zu können. An diese Tragödie erinnern noch heute die Särge Miljenkos und Dobrilas in der Kirche zum heiligen Ivan.