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Nationalpark Krka

Wasserfälle und Flussverlauf in Krka

Von Knin bis zum See "Brkljansko jezero"

Vier Kilometer östlich der Ortschaft Knin entspringt der Fluss Krka. Durch das Tal Kninsko polje hindurch erreicht er die Schlucht, in der er seinen Verlauf fortsetzen wird. Zusätzlich wird der Fluss durch den Butisnica gespeist, der knapp hinter der Festung zu Knin in die Krka hineinfließt, wobei der ursprüngliche "Treffpunkt" der beiden Flüsse weiter flussaufwärts lag, der künstlich geschaffene an dieser Stelle aber auch den Eingang zum Nationalpark markiert. Von hier aus folgt man der Krka 12 km flussabwärts um den ersten Wasserfall zu erreichen: Der Bilusic-buk fällt fast 20 Meter tief und gliedert sich hauptsächlich in zwei große Kaskaden. Durch leichte "Umbaumaßnahmen" an der Natur wurden auch hier regelmäßige überflutungen verhindert und 2 km weiter dem Flussverlauf folgend gelangt man zu dem See Brkljansko jezero, der auch als Staubecken bei viel Niederschlag dient. Mit 1300 x 400 Metern bietet er genügend Raum und Wasser um den anschließenden Wasserfall zu speisen.

Vom Seen "Brkljansko jezero" bis Rosnjak

Auf einer Höhe von 15,5 Metern über ihrem weiteren Verlauf überwindet die Krka die Brkljan-Barrieren, deren Straßenverlauf gleichzeitig die Verbindung zwischen den Orten Drnis und Kistanje ermöglichte. Manojlovac, die folgende Kaskade, ist die höchste des Parks: fast 60 Meter überwindet das Wasser hier in mehreren Stufen. Ein Wasserfall stürzt 32 Meter in die Tiefe, kleinere Fälle scheinen sich wie absichtlich zu ihm zu gesellen, an anderer Stelle perlen Stromschnellen über große Kiesel, die Schlucht erhebt sich im weiteren Verlauf auf über 200 Meter über dem Flussbett und von dem Aussichtspunkt oberhalb des Manojlovac, an der Straße zwischen Knin und Kistanje hat man den besten Ausblick auf dieses Spektakel. Neben der eindrucksvollen Natur ziehen aber auch die Steinbögen, die hier "hohle Kirche" (Suplja crkva) genannt werden, die Aufmerksamkeit auf sich. Diese um ein Plateau errichteten Reste eines römischen Militärlagers und der Siedlung Burnum waren noch bis ins 7. Jahrhundert hinein besiedelt, heute sind nur noch die Reste aufzufinden - die gleichzeitig von der Pracht der alten Bewohner als auch von der Kraft der Natur und dem Wandel der Zeit zeugen. Der nächste Wasserfall den der Fluss vor sich hat ist Rosnjak, bei dem die Wassermassen mit Getöse 8,4 m senkrecht in die Tiefe stürzen, ohne mehrere Stufen oder Trassen überwinden zu müssen. Links und rechts davon erheben sich die Wände der Schlucht, der Wasserfall und der darunter liegende Flusslauf sind fast unzugänglich und unverzüglich fühlt man sich in dieser Landschaft an Westernfilme und Indianerabenteuer erinnert.

Von Rosnjak bis Manastir Krka

Der Zugang zum Fluss wird schon einen Kilometer weiter bei der Wasserfallgruppe Miljacka weit besser, so dass hier auch 1906 ein Kraftwerk errichtet wurde. Dieses einst größte Wasserkraftwerk Europas verbindet durch einen Tunnel die Fälle Brljana, Manojlovac, Rosnjak und Miljacka und schöpft aus deren Bewegung Energie. Um überhaupt das Tunnelsystem erstmal mit genug Wasser speisen zu können, dass kontinuierlich Strom erzeugt wird, musste ein halbes Jahr lang alles Wasser hier hinein umgeleitet werden. Damals versiegten die oberen Wasserfälle und der Nationalparkeingang wurde unterhalb des Wasserwerks eingerichtet. Doch als die Tunnel genügend gefüllt waren bildeten sich auch die alten Fälle wieder, der Eingang befindet sich seither an der selben Stelle und mit der Energiegewinnung wird auch noch der Flusspegel reguliert, so dass es weder zu Trockenzeiten noch zu überschwemmungen kommen kann. Weitere zwei Kilometer gen Küste thronn zwei Mittelalterliche Burgen auf beiden Seiten des Flusses. Im Westen steht Trosenj, das auch Cucevo genant wird, im Osten wacht Neceven. Beide Bollwerke wurden im 14. Jahrhundert von berühmten und wohlhabenden Familien erbaut, 1522 von den Türken erobert und blieben bis 1686 besetzt. Anschließend standen die Bauwerke leer und Winde, Regenfälle und der Wandel der Jahreszeiten bringen sie immer mehr ihrem Staus als Ruinen entgegen. Im Tal hingegen scheint der Fluß Krka lebendiger denn je: Stromschnellen und lautes Brausen, die Beschleunigung des Wassers durch den extrem schmalen Schluchtverlauf und immer wieder Untiefen lassen den oben noch so ruhigen Fluss kaum wieder erkennen. Gemächlicher wird die Krka erst an der Ausweitung Arandelovac, die auf unzähligen Postkarten abgebildet ist. Hier liegt unweit vom Ufer das orthodoxe Kloster Sveti Arhandel, benannt nach einem der Erzengel, wobei aufgrund der Lage auch die Bezeichnung Manastir Krka populär ist. Der Komplex mit Kirche und Wirtschaftsgebäuden wurde bereits 1402 erwähnt, doch bis ins 18 Jahrhundert hinein wurde an der Architektur gefeilt und immer neue Elemente ergänzt. Der fruchtbare mergelhaltige Boden sorgt mit Flaumeiche, Orienthainbuche, Esche und Ahorn für den sattgrünen Kontrast zum strahlenden Blau des Flusses.

Von Manastir Krka bis Roski Slap

Auf dem See zwischen den senkrechten Felswänden, zwischen Kloster Bogocin und der 6 km entfernten Roska-Barriere fahren Ausflugsschiffe und an den 150 m hohen Steilwänden zu beiden Seiten wandern die sportlichen Parkbesucher. Dahinter erweitert sich der Flussverlauf über eine Länge von 650 m auf 450 m Breite. Dabei fließt das Wasser über zahlreiche Untiefen und Findlinge, Stufen und Barrieren, kleine Trassen und flache Höhen, so dass die glitzernde Oberfläche mehr an Perlenketten oder Silberschweife erinnert als dass man es tatsächlich einen Wasserfall nennen wollte. Inmitten dieser Schönheit, Roski slap genannt, ragen Inselchen aus dem Wasser und am Ende fällt das Wasser doch noch den letzten Rest der immerhin 27 Höhenmeter, die es in diesem Flussabschnitt überwindet.

Vom Roski Slap bis zum See "Visovacko jezero"

Am Fuß der Fälle befindet sich ein Wasserwerk mit Mühle, in dem man traditionelle Kornverarbeitung, altertümliche Waschmethoden und das Kraftwerk an sich vorgeführt bekommt. Wahlweise kann man die Fälle des Roski slap mit einem Ausflugsboot oder von Land aus besichtigen: Eine Straße führt von Drnis aus hierher und bald soll eine Brücke über die schönste Stelle der Strudel und Stromschnellen erbaut werden. Im dritten und letzten Teil des Flusses - gemeinhin wird die Krka von ihrer Quelle bis zum Miljacka-Fall und dann wieder bis Roski Slap unterteilt, da sich ihr Verlauf, die Wassermenge und die umgebene Natur entlang der gesamten Strecke sehr unterscheiden, innerhalb der Abschnitte aber relativ ähnlich sind - bietet sich einm zunächst der Blick auf einen 1 km langen und 300 m breiten See, der von Sumpflandschaft und sanften Berghängen umgeben ist. Abgeschlossen wird der See durch die Schlucht Medu gredama, an deren Eingang einst die Festung Kamicak gebaut wurde. Heute sind von dem im 13. Jahrhundert geplanten Bauwerk nur noch die Ruinen erhalten - ein Grund mehr die damaligen Hausherren um die schöne Aussicht zu beneiden! Mit einem Spaziergang von Bristane aus kann man zumindest die berühmte Höhle Suplja Stina mit ihren drei öffnungen besichtigen und den Blick über die einmalige Kulisse schweifen lassen. Einen gelungenen Kontrast dazu bildet die Aussicht vom Boot aus, wenn man auf dem teils nur 50 m breiten Gewässer entlang der 150 m hohen, senkrechten Felswände fährt. Nachdem man 500 m dem Flussverlauf gefolgt ist, öffnet sich die Schlucht plötzlich wieder und gibt den Blick auf den Visovacko jezero frei.

Vom See "Visovacko jezero" bis zum Wasserfall "Skrandinski buk"

Diese mit 3 km x 500-1000 m größte Ausdehnung zwischen zwei Wasserfällen im gesamten Parkterrain ist vor allem wegen der in seiner Mitte liegenden Insel berühmt: Auf etwa einem Hektar künstlich aufgeschütteten Land wurden eine Kirche und ein Kloster erbaut, die auch heute noch bewohnt werden. Doch während im 14. Jahrhundert hier noch Eremiten sich vor der Welt zu verstecken versuchten, freuen sich die heutigen Mönche so sehr über Besuch, dass die Gäste, die über die Straße von Osten aus direkt an das Seeufer heranfahren, gerne auch eigenhändig mit dem Boot abholen und übersetzen. Besonders lebhaft geht es auf der Insel m 2. Und 15. August zu, wenn Pilgerfahrer in Massen den kleinen Kostergarten, das Museum und die alten Gemäuer aufsuchen. Gegenüber der Insel, an der westlichen Seite des Flusses befindet sich eine noch historischere Naturschönheit: Die ältesten Bäume des Parks, Steineichen mit einem Stammdurchmesser von bis zu 40 cm, und ebenso lange hier verwurzelte Flaumeichen schaffen eine besonders insprierende Kulisse.

Vom Wasserfall "Skrandinski buk" bis Skradin

Der nächste Wasserfall, Skrandinski buk, ist ca. 5 km entfernt und entlang der gesamten Strecke kann man Amphibien und Sumpfvögel, die andernorts selten geworden sind, in ihrem bevorzugten Lebensraum beobachten. Kurz vor dem nächsten Wasserfall kann man in dem Gestein ein Besonderheit feststellen: Zwischen der üblichen Maserung sieht man plötzlich weiches und poröses Travertin - ein Indiz dafür, dass hier früher ein weiterer Wasserfall gewesen ist, dieser aber durch den Druck der Wassermassen und Erosion nach und nach "weggeschmirgelt" wurde. Hinzu kommt, dass an dieser Stelle die Cikola mit der Krka zusammenfließt und das eigentlich wesentlich tiefere Wasserbecken nach der ehemaligen Barriere so gut gefüllt und kaum ein Unterschied zu einem regulären Flusslauf wahrnehmbar ist. Die Cikola entspringt aus einer unterirdischen Karstquelle, die den kreisrunden See Torak bildet, bevor sie in einem relativ schmalen Verlauf Richtung Krka fließt. Durch diese beidseitige Speisung ist der Skradinski buk der wasserreichste und ausgedehnteste Wasserfall der Region. über 800 m Länge und 17 Stufen fällt das Wasser insgesamt 45,7 Meter tief, wobei er sich auf bis zu 400 m Breite erstreckt. Autoren hat der Anblick des Skradinski buk zu Vergleichen mit Feenschleiern, weißem Schnee, der feierlich über Altare rollt, dröhnendem Gelächter und Wassertropfen wie tausende Narzissen inspiriert, zahlreiche Maler haben sich an einer Abbildung dieses Anblicks bemüht, doch den Zauber dieses Ortes erfährt wohl nur der, der ihn tatsächlich auf sich wirken lässt. Kultur- und Geschichtsinteressierte können auch hier Mühlen besichtigen, die einst zu den wichtigsten des Landes gehörten. Getreide von Zadar bis Split wurde hierher geschafft um zu Mehl verarbeitet zu werden. Auch ein Wasserwerk steht hier, das allerdings mit einer vergleichsweise geringen Leistung dem ökosystem erheblich schadete, so dass es nach der Gründung des Nationalparks fast nur noch informativen und touristischen Zwecken dient. Mit dem Skradinski buk endet auch das Süßwassergebiet der Krka, zumindest in den trockenen Jahreszeiten. Je nachdem wie viel Wasser in der Krka fließt, kann das Zusammentreffen mit dem Salzwasser auch erst 5 Kilometer flussabwärts erfolgen. Dabei bildet das Süßwasser, das in Richtung Meer fließt, die obere Schicht, die bis zu 7 Meter dick sein kann, darunter drückt das Meerwasser ins Landesinnere. Weiter gen Flussmündung vermischen sich die Wassermassen immer mehr und die Krka wird auch am Wasserspiegel salzig. In dieser Region befindet sich auch die Brücke von Skradin, die die Grenze des Nationalparks markiert.