Bestechung und Korruption kosten 6 Milliarden Kuna
Der Nationale Rat zu Bekämpfung gegen Korruption in Kroatien hat den Bericht zur Bekämpfung und die Maßnahmen gegen Korruption der Agentur für die öffentlichen Ausschreibungen im kroatischen Wirtschaftsministerium angenommen.Nach Auskunft des Nationalen Rates zur Bekämpfung der Korruption werden die Schäden für die kroatische Wirtschaft auf ca. 6 Milliarden kroatische Kuna (HRK) pro Jahr geschätzt.
Im Jahr 2007 wurden Ausschreibungen in Höhe von 44 Milliarden HRK und im letzten Jahr nach unbestätigten Angaben ca. 30 Milliarden HRK getätigt. Im Jahr 2004 wurden ca. 50% der Ausschreibungen im Wert von ca. 7 Milliarden HRK aufgrund von Einsprüchen storniert und im Jahr 2007 waren es noch ca. 2 Milliarden HRK.
Die Zahl der Beschwerden hat sich hingegen im Jahr 2007 um 65% erhöht.
Diese Zahlen belegen, dass die Maßnahmen der kroatischen Regierung zur Bekämpfung der Korruption bereits erste Früchte tragen und in die richtige Richtung weisen. Es ist zwar noch nicht alles golden was glänzt, aber die Anstrengungen sind nicht nurein Alibi für die Europäische Union sondern ernste Absichten.
Dass sich Filz und Korruption nicht von heute auf morgen unterbinden lassen ist unrealistisch. Und es ist heute viel schwieriger einen Beamten zu bestechen als das noch vor vielen Jahren war. Die Bevölkerung ist sensibilisiert, dass sie nicht mehr den Geldbeutel zücken müssen und sollen und auch die Staatsdiener haben größere Angst erwischt zu werden. Die Hemmschwelle ist durch die letzten Bestechungsskandale und Korruptionsvorwürfe viel größer geworden.
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