Seit fast 4 Jahren gibt es Low-cost-Flüge aus den verschiedensten Ländern nach Kroatien, doch am meisten erfreut hat das die einheimischen Kroaten, die damit preiswerter in die Welt reisen konnten. Insgesamt sind 70 Fluggesellschaften, davon 10 „Low-cost-carrier”, in Kroatien aktiv. Die Prognosen, damit eine sehr viel höhere Zahl von Urlaubern anzulocken bzw. die Urlaubssaison in Kroatien zu verlängern blieben unerfüllt. Lediglich die Vermieter privater Ferienwohnungen und die Autovermieter konnten von den sogenannten „Rucksack-Touristen” profitieren.
Die Tourismusbranche in Kroatien ist größtenteils unzufrieden mit der Entwicklung der Flugreisen und der damit verbunden Wertschöpfung. Die Erwartungen wurden bei weitem nicht erreicht. Vergleicht man die Entwicklung in Spanien die, durch die Verbindung der Billig-Flüge einen enormen Zuwachs bei den Urlaubs- und Passagier-Zahlen haben verzeichnen können. Hier spielt allerdings auch eine große Rolle, dass zahlreiche Reisende ihre in Spanien erworbenen Ferienimmobilien aufsuchen und aus diesem Grunde öfters nach Spanien kommen. In Kroatien hingegen sind die Flugreisenden in der Regel einheimische aus der Diaspora, die preiswert in ihre Heimat reisen. Natürlich auch Immobilienmakler und Kaufinteressenten von Ferienimmobilien. Das wird sich voraussichtlich erst dann ändern, wenn die Zahl der ausländischen Hausbesitzer in Kroatien gestiegen ist und dann auch viele Hausbesitzer öfter nach Kroatien reisen werden.
Die Region Zadar unterstützt trotz der unerfüllten Hoffnungen weiterhin die Fluggesellschaft „Ryanair” mit jährlich € 250.000, damit diese den Saisonalen Flugverkehr aufrecht erhalten. Das obwohl es international üblich ist eine solche Subvention beim ganzjährigen Flugbetrieb zu erhalten.
Vielen potentiellen Urlaubern ist es vielleicht noch nicht bekannt, dass Kroatien auch preiswerte Flugverbindungen von internationalen Flughäfen zu bieten hat. Deshalb sollte hier die Mittel eingesetzt werden und das Marketing für Kroatien als Reiseland mit günstigen Flugverbindungen intensiviert werden, anstatt ein Unternehmen zu sponsern die lediglich an der Gewinnmaximierung interessiert sind. Bei fallenden Passagierzahlen werden die sich von dem Standort wieder abwenden und dann ist die Subvention verpufft. Flugreisen nach Kroatien sind preiswerter geworden es wissen leider nicht alle was davon.