
- Umkleide vorhanden
- Parkmöglichkeiten vorhanden +3

Insel Brac
Kartendaten © OpenStreetMap-Mitwirkende · Kacheln OpenFreeMap
14 mal am Tag kann man in der Hochsaison zwischen Split und Supetar mit der Fähre pendeln - aber wer will das schon! Der lebhafte Küstenort, dessen Herz der Hafen in der tiefen Bucht bildet, hat selbst genug zu bieten: kostenlose Konzerte, sehenswerte Architektur und mehr Restaurants als man in einem einzigen Urlaub testen kann. Wenn man dann mit einem Glas einheimischen Weins in der Abendsonne sitzt, eine Folkloregruppe zu den traditionellen Liedern tanzt und die letzte Fähre anlegt, beglückwünscht man die, die wenigstens noch ein paar Stunden dieses Tages hier verbringen.
350 Menschen leben in Mirca auf Brac, einem urigen kleinen Ort, dessen großflächige Fassaden mehr die Illusion von elitärem Lebensstil hervorrufen als bestätigen. Tatsächlich sind die Menschen, die zwischen den wie Palästen anmutenden Bauwerken und der 1733 erbauten monumentalen Pfarrkirchen wohnen, grundsolide und bodenständig. Sie pflegen ihre Obstgärten und den Weinanbau und genießen das ruhige Leben und das gute Wetter. Und für den Fall, dass jemand ein dringendes Bedürfnis nach mehr oder etwas anderem hat, gibt es im Ort auch zwei Supermärkte.
Wie schön, dass die Bewohner Sutivans ihre Nachbarn mögen! Denn so ergab es sich, dass ein kompakter Ort entstand, der heute 500 Menschen eine Heimat bietet und sich nicht jeder der Siedler möglichst weit weg von den anderen eine der vielen Buchten in unmittelbarer Umgebung sicherte. So sind die Strände heute noch immer unbebaut und allen Badegästen zugänglich und nach kurzem Spaziergang erreichbar, während man in der Stadt getrost auf längere Fußmärsche verzichten kann.
Das Dorf Bobovisca na Moru auf der Insel Brac wirkt, als sei hier die Zeit stehen geblieben: Man wacht nicht auf, weil der Wecker klingelt, sondern weil die Schafe und Ziegen durch die Dorfstraßen getrieben werden, der lokale Wein lagert so geduldig in den Fässern wie die Winzer in seiner Reifung sind, die Wiesen und Weiden teilen sich Wanderer und Vieh - so sagen zumindest die paar Touristen, die Bobovisca na Moru bisher als Urlaubsort für sich entdeckt haben. Und wen so viel Idylle skeptisch macht, der kann sich ja selbst davon überzeugen!
Lozisca ist der Vorzeigeort des kroatischen Feminismus: Alle sieben Gemeinderäte sind Frauen, keine von ihnen gehört einer Partei an sondern man ist ausschließlich daran interessiert, die beste Politik für die 160 Einwohner des Ortes zu gestalten. Abgesehen davon ist das charakteristischste des Ortes die sehr eigene Architektur, die man an fast allen Steinhäusern sehen kann: Der Eingang nach Norden ausgerichtet, Holztreppen an der Außenfassade und nicht mehr oder weniger als zwei Etagen sind typisch für diesen Baustil.
Der ehemalige Verwaltungssitz der Insel Brac ist von allen anderen Orten schnell zu erreichen, denn er liegt im Zentrum der Insel. In seinem Rücken erhebt sich der 778m hohe Berg Vidova Gora und die Straßen sind gesäumt von opulenten Stadthäusern der Patrizier und kleinen Kirchen, hauptsächlich im gotischen Stil. Von weit her begrüßt die Spitze des Glockenturms aus dem Jahr 1746 die Gäste und wer sich in Nerezisca niederlässt wollte auch den Renaissancealtar der Pfarrkirche besichtigen.
In der Landschaft, in der sich die Bürger Praznices einst niedergelassen haben, fällt es leicht, an einen wohlwollenden Schöpfer zu glauben. Entsprechend haben die Praznicer über mehrere Jahrhunderte emsig Kirchen gebaut und so gut in Stand gehalten, dass auch das älteste Gotteshaus des Ortes aus dem Jahr 1111 noch allwöchentlich für Gottesdienste genutzt wird. Daneben kennt man in Praznice aber auch andere Vergnügen: Gasthöfe und Strände stehen den Gästen fast jederzeit offen und wer noch mehr von Gottes weiter Welt sehen will, bucht einfach einen Tagesausflug mit dem Boot.
Alles in Donji Humac zeugt von der langen Historie des Ortes: Die Höhlen in der Umgebung des Ortes, die bereits in der Bronze und Jungsteinzeit bewohnt waren, die älteste erhaltene Schiffsskizze Dalmatiens, in die Mauern der Kirche Sveti Luka geritzt, das Mausoleum am Ortseingang und diverse Kirchen und rustikale Stadthäuser. Doch leider könnte die Geschichte des Ortes bald ihr Ende finden, denn mehr und mehr Einwohner der jungen Generation zieht es fort: Der ruhige Urlaubs- und Entspannungsort ist eben doch nichts für jeden Tag, ein Leben lang.
Die Hirtensiedlung Gornji Humac liegt 12 km vom nächsten Strand entfernt im Inneren der Insel Brac. Schon zu Venezianischer Zeit nahmen Matrosen und Reisende gerne diese Wegstrecke auf sich, um den vorzüglichen Käse und die Fleischgerichte der Einwohner zu erstehen und bis heute wird an den Rezepten gefeilt, so dass sich kein Gourmet eine kleine Kostprobe entgehen lassen sollte. Dazu wird gerne ein guter Wein kredenzt und mit der entsprechenden Aussicht auf die Küste der Insel schmeckt alles noch besser, falls das überhaupt möglich ist.
Der älteste Ort der Insel hat sich in vielen Facetten eine gewisse Exzentrik bewahrt. Nicht nur, dass das goldene Horn, der schönste Strand der Insel, Kartographen in den Wahnsinn treibt, weil es permanent seine Form verändert, auch die Legenden des Ortes wirken skurril: So soll ausgerechnet der 5. August der Jahrestag des seltenen Events sein, dass es in Bol geschneit hat. Noch heute wird dieses Datum mit einem Volksfest begangen. Wenigstens der lokale Wein ist über alle Zweifel erhaben und weithin beliebt und renommiert.
Die Bewohner der ehemalige Hirtensiedlung entdeckten irgendwann, dass mal Schafe überall Weiden lassen kann, aber nur hier um Selca herum der schöne Marmor zu finden ist, für den die Insel berühmt ist. Und so entwickelte sich eine eigene Schule der Steinmetzerei, deren Wandel und Werke man überall in der Stadt begutachten kann. Die meisten Häuser, Kirchen, Burgen und Parks sind mit dem weißen Stein geschmückt, der sich so drastisch von dem satten grün der umgebenden Wälder und dem tiefen Blau des nahen Meeres abgrenzt.
Sumartin ist sein seiner Gründung als Flüchtlingslager während der osmanischen Feldzüge so eng mit dem Meer verbunden, dass das Leben der Menschen fast mehr dort als an Land stattfindet: Eine kleine Werft, die noch heute betrieben wird sichert all denen ihren Lebensunterhalt, die nicht als Fischer oder in der internationalen Seefahrt arbeiteten und Sumartin ist einer der wenigen Orte, in deren Hafen kein Schwimmverbot besteht. Es mag nicht die schönste Stelle für eine Erfrischung sein, definitiv aber die zentralste.
Die mit 113 Einwohnern kleinste Siedlung der Insel Brac zeigt schon in ihrem Namen, dass es auch ein relativ junger Ort ist: Novo Selo bedeutet Neustadt und unabhängig davon, dass dieser Ort den Namen bereits seit dem 13. Jahrhundert trägt, bestätigen die Einwohner das Image des Dorfes immer wieder. Wenn man sich andernorts in winzigen Städtchen vor der Öffentlichkeit versteckt und seine eigenen Marotten pflegt, sind die Bewohner Novo Selos weltoffene, gastfreundliche Menschen.
Povlja, im Norden der Insel Brac gelegen, geht auf den Besitz des Paulianus zurück, auf dessen Namen auch die Bezeichnung des Ortes zurückgeht. Nach den Römern waren Christen hier städtebaulich aktiv: Die Pfarrkirche St. Johannes und das Benediktinerkloster prägen das Stadtbild und die Entwicklung der Stadt. Und so ist es vielleicht einer göttlichen Fügung zu verdanken, dass der Touristenverein ausgerechnet Povlja den Titel des "schönsten kleinen Touristenorts in der Gespanschaft Splitskodalmatinska" zusprach - wahrscheinlich aber eher der Erfahrung und Objektivität des Vereins!
Puciscas Beiname "Hafen der Burgen" betont die beiden großen Sehenswürdigkeiten des Ortes: Zum einen ist die ohnehin schon tiefe Bucht, an der Pucisca liegt, in wiederum zwei kleinere Buchten gespalten, so dass das Meer herzförmig vor der Stadt liegt. Sie heißen Puciski Dolac und Stipanska Luka. Zum anderen zeigt sich dem aus dieser Richtung anreisenden eben eine beeindruckende Kulisse mehrerer Burgen und Festungen, die über den Stränden und Gassen vor den Steinbrüchen und Wäldern emporragen.
Postira, dessen Name von dem lateinischen Wort "pastura", also "Weide" stammt, besteht zu mindestens ebenso großem Anteil aus Wasser- wie Grünfläche. Direkt am Ufer findet man das Kastell Lazaric, dessen Wände von Inschriften religiöser Inhalte geziert werden. Diesen christlichen Hintergrund des Ortes spürt man auch, wenn man das liebevoll dekorierte und renovierte Kirchlein des Täufers Johannes besichtigt. Dieser Heilige ist auch Schutzpatron des Dorfes, so dass ihm zu Ehren jedes Jahr am 24. Juni ein Fest bereitet wird, an dem sich auch "Heiden" erfreuen können.
Seit dem Anfang des 12. Jahrhunderts leben Menschen in dem Ort Dol, dessen entspanntes und freundliches Flair wohl auch dadurch hervorgerufen wird, dass - ohne dass es dafür eines Gesetzes bedürfte - jedes neue Haus so erbaut wird und wurde, dass sein Schatten nie auf die Fenster der umstehenden fallen kann. Auf den Hügeln in der Umgebung stehen zahlreiche kleine Kapellen, fast jedes Haus hat einen eignen Weinkeller, außerhalb des Ortes reihen sich Olivenhaine an Weinfelder, und was es hier sonst noch zu entdecken gibt, wird erst wird noch nicht verraten!
Fast wie mit dem Lineal gezogen fräst sich die Bucht in den Ort Splitska im Norden von Brac. Kein Wunder, dass die Piraten von Omis hier ein gutes Versteck vermuteten und den Ort im 16. Jahrhundert überfielen, zerstörten und unwillkürlich erst zu wahrer Größe brachten. Seinen Reichtum erhielt der Ort durch den Marmorhandel, die Effekte dieses Wohlstands sind heute noch an den meisten Hausfassaden zu bewundern und auch der nahe Steinbruch Rasohe wurde von den Kreativen des Ortes genutzt: das Relief "Hercules" besteht hier seit Diokletians Zeiten.
Das urige Skrip ist der älteste Ort auf Brac und präsentiert mit seinen schroffen, teils etwas asymmetrisch wirkenden Häusern seine lange Vergangenheit auch dem Architektur-unkundigen Besucher sehr deutlich. Hier ließ sich einst die Familie Cerinic nieder und legte damit den Grundstein für die neue Siedlung. Heute stehen neben dem Schloss auch eine kleine Kirche, das Museum der Insel Brac und ein fast verfallener Friedhof. Nach und nach wird der morbide Charme des Ortes von den Touristen entdeckt, und bis dahin schlummert es so wie schon seit Jahrhunderten auf der Ebene der Insel.
Strandführer



Wir kennen die Orte und Strände, über die wir schreiben. Wenn eine Frage offen bleibt, schreiben Sie uns.
Frage schreiben