Zwischen den Bergen, etwas abgeschlagen erhebt sich der Glockenturm der Kirche Sv. Martin über menschenleere Weidegründe, das Meer dahinter und die paar alten Häuschen zu seiner Seite. Sie ist der Überrest aus dem ambitionierten Versuch im 17. Jahrhundert Bobosvisca zu mehr Bedeutung und Größe zu verhelfen. Damals waren Hirten und Farmer hier sesshaft geworden, da es in der Nähe eine der wenigen Süßwasserquellen der Insel gibt. Doch außer ihnen zog es niemanden hier her. Und so scheiterte auch das Projekt der Stadtexpansion. Heute leben nur noch wenige Menschen in den verwitterten Häusern. Sie produzieren und vertreiben Klöppelarbeiten und warten auf die Glockenschläge der Sveti Martin und der Sveti Juraj, die mit ihrer Weihe Anfang des 20. Jahrhunderts eine noch sehr junge Kirche ist - und damit ebenso alt wie die meisten der Dorfbewohner.