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Nationalpark Plitvicer Seen

Karst

Das einmalige an dem instabilen ökosystem der Plitvicer Seen ist die besondere Beschaffenheit des Grundes: Durch das Kalkgestein werden die Seen nicht nur oberirdisch durch Niederschlag und den Flussverlauf durch die Wasserbecken hindurch gespeist sondern auch durch unterirdische Quellen. All diese Zuflüsse schwemmen permanent Mineralien und Partikel mit sich, die den charakteristischen Tuffstein und Travertin bilden. Dadurch ist die Form der Wasserbecken und die der Wasserfälle einem permanenten Wandel unterworfen, schon kleine Veränderungen im ökosystem können verheerende Folgen haben. Neben einem hohen Calcit-gehalt in Wasser und Boden vor allem von dem Kohlendioxid im Fluss und der Temperatur des Wassers ab. Je kälter das Wasser, desto mehr Kalk wird gebunden und desto flexibler kann das Gebirge auf Veränderungen reagieren. Die globale Erwärmung fixiert nun also die Gesteinsformationen und der Calcin-Gehalt im Wasser schwindet - was reine Erosion ohne die Formung neuer Trassen, Stufen und Schwellen zur Folge hat. über die nächsten Jahrhunderte kann so aus dem Wechselspiel von Seen, Fällen und Flussläufen ein schlichter, regelmäßiger Strom werden, der in gleichmäßigen Tempo gen Tal rauscht. Auch der Anstieg des Wasserspiegels und der zu befördernden Wassermenge haben den selben Effekt: So bestand der See Kozjak vor wenigen Jahrhunderten noch aus zwei Teilen, heute weist nur eine Schwelle unter der Wasseroberfläche auf den überspülten Wasserfall hin. Doch im großen und ganzen entstanden die Plitvicer Seen seit der letzten Eiszeit durch entgegen gesetzte Phänomene: das in den Seen natürlich verlangsamte und gestaute Wasser ließ die in ihm enthaltenen Feststoffe an kleinen Pflanzen "kleben" bleiben und so wuchsen die Wasserfälle: Auf kleinen Anschwemmungen gediehen Algen und Bakterien, diese filterten weitere Gesteinselemente heraus, neue Pflanzen bildeten sich und so wurden aus Untiefen unterhalb der Wasseroberfläche zunächst Inselchen, Felsen im See und schließlich Barrieren, über die das Wasser hinabstürzt. Hier legt das Gestein jährlich bis zu 13,5 Höhenmillimeter zu. Damit diese Tendenz möglichst lange erhalten bleibt, muss die Landschaft frei von schädlichen Einflüssen gehalten werden: Organische Stoffe, wie sie etwa durch die Abwässer von Hotels oder auch durch das unachtsame entsorgen von Verpackungen und sonstigem Müll ins Wasser gelangen könnten, sollen vermieden werden. Dafür hat die Parkverwaltung strenge Regeln aufgestellt, die unbedingt beachtet werden sollten. Und um den globalen Hindernissen der Gesteinsbildung entgegenzuwirken werden regelmäßig die Steinschwellen gesäubert. Denn während ein gewisser Anteil an Besuchs als Filter wirkt und selbst zu Kalk versteinert verhindern zu viele Pflanzen, wie sie durch die Erhitzung des Wassers automatisch entstehen, eben diesen Prozess. So werden die Plitvicer Seen nach Möglichkeit auch in Zukunft so rein gehalten, dass man an vielen Stellen durch das glasklare Wasser den Kalksteingrund sehen kann!