Porta Croatia - Urlaub in Kroatien

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Nationalpark Krka

Sehenswürdigkeiten in Krka

Legende von Bogocin

Oberhalb der Krka etwa auf Höhe des Klosters Manastir Krka kann man heute noch die Ruinen der Burg Bogocin besichtigen. Sie wurde im 14. Jahrhundert von der Familie Martinusics errichtet und ging dann später an ihre namengebenden Besitzer über, die mit ihrem Einzug auch gleich die Geschichte änderten und zugleich die Legende propagierten, der Kaiser Bogoje habe für seinen einzigen Sohn, Bogdan, diese Burg erbaut. Dieser Sohn sollte die schöne Miljeva aus Kljucica heiraten, doch zu der Hochzeitsfeier kamen nicht nur der gesamte nahe und ferne Adel, die stolze Familie der ausstaffierten Braut und die glückliche Familie des Prinzen sondern auch ein geflügelter Drache, der sich das Mädchen sofort schnappte und in den nahen See entführte. Bogdan sprang wütend hinterher um seine Verlobte zu befreien, ertrank jedoch bei dem Versuch sie zu retten. Der Vater war über diese Tragödie so erschüttert, dass er seinen gesamten Reichtum verschenkte, das Kloster am Flussufer errichten ließ und die Brücke über dem Roski slap erbaute, auf der er von jedem Passanten zwei Tränen Maut forderte um das Andenken des heldenhaften Bogdan zu ehren. Diese Gebühr wird heute meist großzügig erlassen.

Klosterinsel Visovac

Inmitten des Sees Visovacko jezero liegt die Insel Visovac, auf der ein im Jahr 1400 erstmals erwähntes Kloster errichtet wurde, das im 16. Jahrhundert um eine Kirche erweitert wurde. Beide Bauten sowie die darin befindliche Bibliothek (mit einem der ersten Druck der Fabeln äsops!) und das Museum kann man heute noch besichtigen. Täglich bieten Ausflugsagenturen geführte Besichtigungen durch die alten Gemäuer an, bei denen man zunächst die Aussicht vom Boot aus auf das satte grün des Seeufers genießt, dann auf der Klosterinsel an Land geht und Interessantes aus der Geschichte des Baus erfährt, Anekdoten über seine Bewohner hört und selbst ansatzweise nachvollziehen kann, wie das alltägliche Leben an diesem von der Außenwelt weitgehend abgeschnittenen Ort gewesen sein muss. Heute wird das als Zufluchtsort vor dem Türkischen Heer errichtete Gemäuer noch von acht Mönchen verwaltet und bewohnt, die sich in all der Einsamkeit aber durchaus über Besuch freuen! Die meditative Ruhe und die Notwendigkeit, sich auf das essenzielle zu konzentrieren machen die Klosterinsel Viscovac zu einem beliebten Ziel für alle, die eine Alternative zu dem Stress und Multi-Tasking des Arbeitsalltags suchen.

Geschichte der Klosterinsel

über den Adeligen Grgur Utjesinovic ist in der Geschichte kaum etwas bekannt, bis er im Jahr 1445 die Herrschaft über die Festung Kamicak übernimmt, deren Ruinen sich heute noch am Ufer des Visovak-Sees befinden. Um sich nach diesem glücklichen Eroberungszug auch weiterhin der Gnade Gottes sicher sein zu können, machte der Schlossherr den Franziskanermönchen die Insel im See zum Geschenk - ein Eiland, das auch erst durch den Eheschluss mit seiner Frau in seinen Besitz gekommen war. Zu dieser Zeit lebten bereits Eremiten aus dem Orden des hl. Augustinus hier gelebt und sich mit einer kleinen Kirche und improvisierten Behausungen eingerichtet. Doch wegen der Bedrohung durch die Türken hatten sie die Insel verlassen und überließen das nun menschenleere Eiland den bosnischen Franziskanern. Die Mönche schreckten vor der isolierten Lage nicht zurück sondern erbauten das heutige Kloster, später auch die Kirche und sammelten bedeutende internationale Schriften, die heute größtenteils noch in der Bibliothek zu besichtigen sind. Besonders die Sammlung türkischer Dokumente ist in dieser Gegend, in der die Osmanen hauptsächlich als Kriegsgegner aktiv waren, einmalig. Immerhin gelang es den Geistlichen, sich bis auf eine kurze Unterbrechung im 17. Jahrhundert von den Besatzern unabhängig zu halten. Auch heute ist das Interesse der Mönche an allem Neuen und Fremden ungebrochen: Wer etwa keinen kostenpflichtigen Ausflug buchen möchte, kann sich winkend und rufend an das Ufer des Visovacko jezero stellen und wird meist prompt von einem der Ordensbrüder in einem Boot abgeholt und übergesetzt!

Roski slap

Unterhalb des Viscovacko jerezo liegen die Wasserfälle Roski slap. Das schmale, flache Flusstal wird auf einer Länge von 600 Metern durch Stufen, Trassen und Kaskaden durchsetzt, über die das fließende Wasser die Roski slap Fälle bildet. Hätte nicht die Natur selbst diesen Anblick geschaffen, müsste man ihn fast schon "kitschig" nennen: glitzernde, rauschende Stromschnellen, hervorblitzende grau-rot gemaserte Felsen, teils mit Sträuchern bewachsen und an den Ufern gedeiht die landestypische Fauna in solch einer Pracht, dass man sich an Paradies-Darstellungen erinnert fühlt - oder zumindest an die paradiesische Heimat Winnetous, die für die Verfilmungen tatsächlich unter anderem hierher "verlegt" wurde. Gerade die älteren Generationen der Einheimischen kennen noch eine dritte Interpretation: Der Volksmund behauptet, dass die charakteristische Form der Roski-Wasserfälle der legendären, werschwundenen Stadt Roski zu verdanken sind, über deren Zinnen und Mauern das Wasser heutzutage fließt. Tückisch: Je mehr man sich darauf konzentriert zu erkennen, ob sich Steine oder Mauern unter dem rauschenden Nass befinden, desto weniger erkennt man…

Skradinski buk

In der malerischen Landschaft am unteren Ende des Nationalparks liegt heute der verträumte Ort Skradin, der vielen Besuchern als Ausgangspunkt für die Besichtigung der Krka-Wasserfälle dient oder auch Urlauber anlockt. Mit eigener Marina, guten Restaurants und gemütlichen Cafes bietet die Ortschaft alles, was man für einen entspannten Urlaub braucht. Darüber hinaus hat man von hier einen schönen Blick auf die Wasserfälle Skradinski buk - eine Reihe von unregelmäßigen Rundfelsen über die das Wasser in Schleierform ins Tal perlt. 800m Länge werden dabei auf 17 Stufen überwunden, dabei formt das Wasser den Travertingrund und die Felsformationen permanent neu. Diese Fälle bieten aber einen romantischen Anblick, bei dem es nicht schwer fällt nachzuvollziehen, dass Bewohner früherer Jahrhunderte hier die Heimat von Elfen, Wassergeistern und anderen fabelhaften Wesen vermutet haben könnten. Und auch wenn Sie im Wasser keine dieser Gestalten entdecken, werden Sie höchstwahrscheinlich menschliche Schwimmer, Taucher und Badegäste im erfrischenden Seebecken beobachten - und sich zu ihnen gesellen können!

Ethnografische Ausstellung

Am Skradinski buk kann man nicht nur sehen, welche Wunderwerke die Natur vollbringt, sondern auch, wie die Menschen sie optimal für sich nutzten. In der Ethnografischen Ausstellung etwa wird den interessierten Besuchern eine Wassermühle zur Mehlgewinnung, sowie erste Formen heutiger Waschmaschinen präsentiert: In geschlossenen Körben wurde die Wäsche in die kräftigsten Stromschnellen gehängt, dort herumgewirbelt und gewaschen so dass die Textilien anschließend wieder sauber aus dem Fluss gefischt werden konnten. Das Geschichtskundige Museumspersonal versteht sich außerdem auf eine fast vergessene Webart, die Besuchern ebenfalls gerne vorgestellt wird.

Geschichte von Skradin

Bereits zu illyrischer Zeit war am Fuße der später als Skradinski buk benannten Wasserfälle eine Ortschaft bekannt - Scardona. Der Fischreiche tiefe Fjord und die artenreiche Landschaft in der Umgebung ließen den Ort aufblühen bis er im Zuge der Völkerwanderung von den Slawen zerstört wurde. Um den Wiederaufbau der Stadt bemühten sich vor allem die frühkroatischen Könige, die hier eine Flaz errichteten und kurze Zeit danach wurde Skradin zum Bischofssitz. So abermals ins Interesse der öffentlichkeit gerückt entging auch den Türken dieses Kleinod in der Mächenhaften Landschaft nicht und sie besetzen Skradin. Die Wirtschaft versiegte, zahlreiche Menschen flüchteten und erst unter venezianischer Herrschaft und planmäßiger Ansiedlung von Bewohnern des Hinterlandes kam wieder Leben in die Stadt. Als habe die Stadt aus diesen Erfahrungen gelernt konzentriert man sich heute in Skradin weniger darauf, eine starke Binnenwirtschaft zu betreiben, sondern bemüht sich, allen Gästen von Außerhalb eine möglichst schöne Zeit zu bereiten: Etliche wohlhabende Sibeniker haben hier eine Ferienresidenz, der Yachthafen kann sich mit denen der Küstenorte messen und die bewaldeten Hänge gleichen das am Meer oft etwas stickige Klima gut aus, so dass Skradin - nicht nur wegen seiner Nähe zu den Krka-Wasserfällen - ein sehens- und erlebenswerter Urlaubsort ist.