Porta Croatia - Urlaub in Kroatien

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Trogir

Sehenswürdigkeiten in Trogir

1.) St. Barbara Kiche (Sveti Barbara)

Die kleine Kirche an der Gradska Ulica, die durch die Dominanz der neuern und größeren Gebäude in den Hintergrund gedrängt wurde, ist vermutlich die älteste der Stadt. Ihre Bauzeit wird auf das zehnte Jahrhundert datiert. Einige Teile sind sogar echt antik: Da zuvor ein römischer Tempel an dieser Stelle stand, nutzte man die eben schon vorhandenen Säulen und gliederte sie in die Kirche ein.

2.) St. Peter Kirche (Sveti Petar)

Kirche des heiligen Petrus gehörte einst zum anderen Benedektinerinnenkloster (nur für Töchter der Adligen bestimmt), das bis zum 18. Jahrhundert wirkte; der Überlieferung nach wurde es von Margarita, der Frau von Bela IV gegründet. Vom einstigen Klosterhof blieb nur der überkrönte Brunnen mit dem Wappen der Familie Markovic erhalten. Über dem Haupteingang steht die Statue des hl. Petrus, ein Werl des Niccolo Fiorentino.

3.) Stadtloggia (Gradska loza)

Trogir
Die Stadtloggia mit dem Relief der Gerechtigkeit
Bereits 1308 wurde mit dem Bau der Stadtloggia begonnen, aber ihre heutige Form erhielt sie erst im 15. Jahrhundert. Prägend hierfür sind die Reliefs diverser Bildhauer dieser Zeit - die erst durch den Reichtum der venezianischen Zeit beauftragt werden konnten. Entsprechend prunkvoll sind auch ihre Werke: Das Relief "Gerechtigkeit" über dem Gerichtstisch und die Heiligenskulpturen an der Frontseite wurden von Fiorentino gefertigt, der mit seinen Arbeiten stilprägend für die Kunstwelt Trogirs war. Ganz anders wirkt das Bildnis Petar Berislavics: ganz heroisch wirkt der fromme Bischof, der im Jahr 1520 durch Hand der türkischen Armee sein Leben lassen musste. Zuvor hatte er verzweifelt sein gesamtes Vermögen versetzt, um der Bevölkerung Trogirs bessere Verteidigungsmöglichkeiten zu bieten. Im Kontext der übrigen Kirchenväter, die eigens Festungen (Kastelas) errichten ließen, um ihr Hab und Gut zu schützen und wenig an die Sorgen des Volkes dachten, wird deutlich, warum dieser Bischof als Held gesehen wird. Geht man links, beim Uhrturm, auf den kleinen Innenhof der Loggia findet man die Ruinen der Marienkirche.

Stadttor mit Stadtmauer (Gradska vrata i zidine)

Trogir
Das südliche Stadttor von Trogir

4.) Landtor

Im Norden der Altstadt beschützte früher das Landtor Trogir vor unerwünschten Gästen. Heute steht es sperrangelweit offen und begrüßt die Touristenströme mit einer Statue des Bischofs und Stadtpatrons Ivan Ursini, auch - wegen der langen Phase der venezianischen Herrschaft - Giovanni Orsini genannt. Das Tor ist ein schönes Beispiel für den Stil der Spätrenaissance, dem Sie in dieser Stadt noch öfter begegnen werden.

5.) Seetor

Das Seetor ist das jüngste der Tore Trogirs: Es wurde erst im Jahr 1593 eingerichtet, als die Stadt auf eine Größe anwuchs, bei der das nördliche und südliche Tor allein nicht mehr reichten. Es befindet sich an der Kirche des heiligen Dujam und zeigt mit seinen Nägelbeschlägen den damaligen Zeitgeschmack. Nebenan kann man eine Loggia besichtigen, die seit jeher den Besuchern Obdach bot, die es nicht vor dem Schließen der Tore in die Stadt schafften. Doch egal wie lange Sie hier verweilen – heutzutage stehen die Tore zu jeder Stunde offen!

6.) Stadtmauer

Links und rechts das Landtores kann man noch die Stabilität der Mauern erahnen, die Trogir umgaben. Was zahllosen Gegnern trotzte, wurde schließlich von der Zeit bezwungen: Heute stehen nur noch Ruinen der Befestigung, die im 13. Jahrhundert errichtet und im 15. Jahrhundert von den Venezianern verstärkt wurde. Bis zum Anfang des 19. Jahrhunderts stand die Mauer, wurde dann aber bis auf einige Reste nieder gerissen.

7.) Kathedrale des heiligen Laurentius (Sveti Lovro)

Trogir
Die Kathedrale des heiligen Lovro, aufgenommen von der Insel Ciovo
Von 1123 bis 1598 feilten die Baumeister, Bildhauer und Steinmetze an der Fassade des Doms, der bis weit über die Stadtgrenzen hinaus für seine Pracht und den künstlerischen Wert bekannt werden sollte. Von der jeweils aktuellen Mode beeinflusst mixten sich über die fünf Jahrhunderte verschiedene Baustile - und formierten sich dennoch zu einem harmonischen Gesamteindurck.

Öffnungszeiten: Mo-So: 8:00-12:00 Uhr und 15:00-20:00 Uhr

Domportal

Bei einem Besuch fällt zunächst das romanische Portal des Meisters Radovan auf. Mit einem Schüler formte "der Beste seines Handwerks" - wie ihn heute Kunstkenner und sich der Bildhauer im Jahr 1240 selbst bezeichnete - zwei Steinlöwen, die den Eingang des Doms zu bewachen scheinen. Darüber stehen Bildnisse Adams und Evas, und Heiligenbilder säumen die in Monate gegliederte bildhafte Darstellung eines typisch kroatischen-mittelalterlichen Kalenderjahres. Die Zusammenführung klerikaler und weltlicher Elemente vervollständigte Radovan mit Jagd- und Naturszenen und Fabeltieren auf den inneren Säulen. Darüber, alles andere sich unterordnend thront - wie es sich für einen Dom gehört - ein Relief der Geburt Christi.

Innenraum

Der Chor, eine achteckige Kanzel, die handgefertigten Säulen zwischen den drei Schiffen des Innenraums, zahlreiche Bilder, mehrere Statuen und in der Sakristei auch noch ein kleiner Ausstellungsraum mit Reliquiengefäßen, Stickereien und kostbaren Goldschmiedeobjekten - es fällt schwer, in der Sveti Lorvo nicht an Weltliches zu denken, wenn man von so vielen Beweisen der materiellen Schönheit umgeben ist. Vor allem das Denkmal in der Kapelle des Seligen Ivan Ursini mit seinen Heiligenfiguren, Engeln und dem Sargophag beeindruckt auch über fünfhundert Jahre nach seiner Schöpfung durch schönsten Renaissancestil. Kein Wunder, dass an den meisten Tagen mehr Kunstfreunde als Gläubige hier her kommen.

Kirchturm

Als Abschluss ihres Besuchs der St. Laurentius-Kirche empfehlen wir den Blick vom Kirchturm. Über eine ausgetretene Steintreppe erreichen Sie die "Dachterrasse" des Doms, die ihnen schon einen Vorgeschmack auf das zu erwartende Panorama gewährt. Im Turm selbst erwartet sie eine sehr schmale Metallstiege, die wirkt, als sei sie als Schocktherapie gegen Höhenangst entwickelt worden. Doch der Ausblick über das ursprüngliche Trogir und weit darüber hinaus belohnt das Herzklopfen beim Aufstieg!

8.) Kastell Kamerlengo (Kula Kamerlengo)

Trogir
Die Festung Kamerlengo - aufgenommen von der Hafeneinfahrt in Trogir. Hier legen auch die Fähren an.
An der südwestlichen Spitze der Stadtinsel bietet die klobige Festung Kamerlengo dem Meer, dem Wind und vor allem potentiellen Angreifern die Stirn. Der genuesische Beamte, genannt "Camerarius", nach dem das zwischen dem 13. und 15. errichtete und erweiterte Bollwerk benannt ist, hatte in Trogir einen Flottenstützpunkt errichtet und so der Stadt neben zusätzlicher Sicherheit auch einen guten wirtschaftlichen Aufschwung beschert, da er sich ebenfalls um die finanziellen Angelegenheiten des Fürsten kümmerte. Da er diesem treu ergeben war, wurde die Festung so erbaut, dass sie als autonome Stadt bestehen konnte, auch wenn es im Volk außerhalb ihrer Mauern zu einem Aufstand kommen sollte. Innen lebte die venezianische Militärbesatzung in spärlichen und funktionalen Räumen, die heute die urig-romantische Kulisse für Kino-, Theater- und Konzertabende stellen. Gegen geringe Gebühr kann Kamerlengo täglich ab 9 Uhr morgens besichtigt werden.

9.) Markusturm (Sveti Marko)

Im Nordwesten der Stadt Trogir steht Sveti Marko. Nicht wegen des schönen Meerblicks und der praktischen Citynahen Lage bauten die Venezianer hier, sondern um die Stadt gegen Eindringlinge zu sichern. Der Turm, der auch "Festung des heiligen Markus" genannt wird, ist noch sehr gut erhalten, und bietet heute wie damals einen schönen Blick über die Bucht.

10.) Cipiko Palast (Palaca Cipiko)

Der Repräsentanzbau der Patrizierfamilie Cipiko zeugt von dem Zwiespalt zwischen Tradition und Moderne der Auftraggeber: Die Drillingsfenster im Stile der venezianischen Gotik fallen ebenso ins Auge wie das Portal des Bildhauers Fiorentino, das als eins der ersten Renaissancewerke Trogirs gilt. Bei der Größe des Palasts überrascht es viele Besucher zu erfahren, dass ein paar Meter südlich, eher unscheinbar, ein weiteres Haus der Familie Cipiko liegt: Ihr Wohnhaus.

11.) Turmuhr (Gradskog sata oder Crkva Sveti Sebastijana)

Die Turmuhr neben der Stadtloggia wurde zu Ehren des heiligen Sebastian errichtet, der laut Überlieferung die Stadt Trogir vor den verheerenden Folgen einer Plage bewahrte. Unterhalb des Uhrturms befinden sich die Ruinen der Kapelle Sveti Marija.

12.) Gloriette (Glorijet Marsalu Marmontu)

Zwischen der Festung Kamerlengo und dem Markustor steht ein Rundpavillion, der die gegen jeden Angriff gewappnete Klotz-Architektur der Verteidigungsanlagen kontrastiert. Zierlich und klassizistisch, fast schon zerbrechlich wirkend ist die Gloriette, die zu Ehren des französischen Verwalter Dalmatiens, Marschall Marmont, von - natürlich! - den Franzosen errichtet wurde.

13.) Johannes Paul II Platz (Trg Ivana Pavla II)

Trogir
Platz im Zentrum der Altstadt - Der Uhrturm, rechts davon die Stadtloggia. Links vom Uhrturm befindet sich das Rathaus. Im Rücken des Fotografen steht die berühmte Kathedrale von Trogir
Die historisch und kulturell bedeutendsten Bauwerke Trogirs flankieren diesen Platz im Zentrum der Altstadt: Im Osten sehen Sie die romanische Fassade des Rathauses aus dem 15. Jahrhundert. Im Süden steht die Stadtloggia aus der selben Zeit. Sie diente im späten Mittelalter als Gericht, weshalb auch an der Außenfassade das Relief "Gerechtigkeit" angebracht wurde. In diesem Kontext wirken die Ketten an der Mauer, die die Verurteilten fesselten und dem wütenden Volk schutzlos auslieferten, noch makaberer. Im Westen wird der Cipiko-Palast von einer Straße in zwei Teile getrennt, was laut Liebhabern der Gotik und Renaissance seine Schönheit aber nur verdoppelt. Und im Norden ragt die Kathedrale des heiligen Laurentius und wirkt, als solle seine Architektur die Reichen, Herrscher und Richter bei jedem Blick aus dem Fenster daran erinnern, dass sie trotz ihrer Macht nicht seinen "Hausherrn" vergessen…

14.) Benediktinerinnenkloster (Benediktinski samostan)

Direkt an der Uferpromenade liegt das Benediktinerinnenkloster. Es wurde bereits 1064 gegründet, später, im 16. Jahrhundert, dann grundlegend erweitert. Heute erinnert nur noch die Kirche Sveti Ivan Krstitelj aus dem 13. Jahrhundert an das geistliche Leben der Nonnen.

15.) Dominikanerkloster (Sveti Dominik)

Im 14. Jahrhundert erbaute die Familie Sobota in der Nähe des Stadtstrandes ihr Grabmal. Niccolo Fiorentino entwarf den Renaissancebau, der heute als Kirche des Dominikanerklosters genutzt wird. Aber andächtig geht es hier bei weitem nicht immer zu: Direkt nebenan gibt es den gleichnamigen Nachtclub, der ebenso viele Besucher anlockt, wie das Gotteshaus, nach dem er benannt ist, nur dass hier das Publikum meist deutlich jünger ist, Cocktails statt Messwein verzehrt und es nach einer Party hier garantiert nicht schaffen wird, am nächsten Tag pünktlich in der Kirche zu erscheinen.