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Dalmatien

Persönlichkeiten aus Dalmatien

(chronologisch nach Geburtsdatum geordnet)

Diokletian - Kaiser

245 - 313

Nachdem Diokletian in Rom ein furioser Aufstieg zum Caesaren gelungen, er in Ägypten einen Aufstand niedergeschlagen, England und Nordfrankreich für Rom zurück- und Persien erobert hatte, beschloss der Sohn der Stadt Solin, sich einen Alterswohnsitz zu errichten. In nur wenigen Jahren errichtete er wenige Kilometer von seiner Geburtsstadt entfernt einen Palast, der bis heute die Altstadt Splits birgt. Der Erbauer selbst konnte die Anlage aber nur 8 Jahre nutzen, die ihm zwischen seinem Rücktritt von der politischen Bühne und seinem Tod blieben.

Juraj Dalmatinac - Bildhauer und Architekt

14XX - 1473

Während viele andere Künstler nur zu leicht in Vergessenheit geraten schuf sich Dalmatinac selbst ein Denkmal, besser gesagt: Zahllose Denkmäler. Denn der in Zadar geborene Bildhauer und Architekt verschönerte nicht nur so manches Stadtbild in Dalmatien und Italien durch seine Statuen, Stadthäuser, Kirchen und Wehranlagen - er entwarf auch die gesamte Stadt Pag auf dem Reißbrett. Dalmatinac mischte die traditionellen Motive der späten Gotik mit den modernen Proportionen der gerade aufkommende Renaissance und schuf so einen Baustil, der bis heute von Kennern und Laien bewundert oder zumindest intuitiv für harmonisch und schön befunden wird.

Petar Hektorovic - Dichter

1487 - 1572

Der Renaissanceliterat Hektorovic lernte von den ganz Großen: Er studierte intensiv die Kunst des antiken Dichters Ovid, bemühte sich um eine möglichst sinn- und wortgetreue Übersetzung seiner Werke und etablierte so seinen eigenen, eingängigen Stil. So wundert es nicht, dass etliche seiner Gedichte heute als Volkslieder in Kroatien und darüber hinaus bekannt sind. Hektorovic hätte diese Entwicklung sicher gefallen, hatte er doch selbst auch einen Hang zu folkloristischen Gesängen: In seinem Roman "Fischer und Fischergespräche" webt er in eine fiktive Umsegelung der Insel Hvar immer wieder Fragmente alter Fischerlieder und musikalische Zitate. Das Wohnhaus Hektorovics kann heute in Stari Grad auf Hvar besichtigt werden.

Ivan Gundulic - Schriftsteller

1588 - 1638

Als Sohn einer wohlsituierten Adelsfamilie des alten Ragusa geboren, kam Gundulic nie in die Verlegenheit, evtl. als Fischer oder Bauer arbeiten zu müssen und widmete sich darum lieber der Schreibkunst. Das patriotisch-romantische Schäferdrama "Dubravka" und die heroischen Ritterdarstellungen in "Die Osmanide" gelten bis heute als exzellente Beispiele für die südslawische Barockliteratur. In seinem Spätwerk wandte sich Gundulic der klerikalen Lyrik zu und inspirierte damit eine ganze Generation von Imitatoren.

Andrija Kacic-Miosic - Franziskaner und Dichter

1704-1760

Der Franziskaner Kacic-Miosic begnügte sich nicht damit, die heiligen Schriften zu studieren und mit anderen Gelehrten über die Ewigkeit und das Heilige zu disputieren, sondern er hatte das dringende Bedürfnis zur Aufklärung des einfachen Volkes beizutragen. So schrieb er den Bestseller der kroatischen Literatur schlechthin: In "Gespräch des slawischen Volkes" erzählt der Dichter in einfacher Sprache weise und unterhaltsam aus der kroatischen Geschichte und spricht Missstände seiner Zeit an. Darüber hinaus veröffentliche er auch zahlreiche theologische und philosophische Werke. Doch es ist wohl Kacic-Miosics Engagement für das oft vernachlässigte Volk, das dazu führte, dass ihm einige Denkmäler gesetzt wurden - unter anderem in Makarska.

Ruder Josip Boskovic - Mathematiker, Physiker

1711 - 1787

Ähnlich wie Leibniz im deutschsprachigen Raum ist der in Dubrovnik geborene Boskovic in seiner Heimat als einer der letzten Universalgebildeten bekannt. Er beschäftigte sich mit Philosophie, Astronomie, Mathematik, Mechanik, Geophysik und Meteorologie. Nach Professuren in Rom und Pavia ließ sich Boskovic schließlich in Mailand nieder, gründete und betrieb eine Sternwarte und verfasste sein berühmtestes Werk: “Lehre von den Atomen”.

Ivan Mestrovic - Bildhauer und Architekt

1883-1962

So turbulent das Leben des größten kroatischen Künstlers seiner Zeit war, so vielseitig ist auch sein Werk: Von religiösen Skulpturen bis zum Frauenakt, von Secessionsstil bis zum Klassizismus, vom Gemälde bis zum Gebäude hat Mestrovic die Grenzen seines Talents gesucht. Und mit jedem seiner Objekte gab er zum Entstehungszeitpunkt einen Kommentar zur aktuellen politischen Lage seines aktuellen Wohnorts oder seiner Heimat ab. Denn da er nicht unter italienischer Besatzung leben wollte, musste der junge Mestrovic, kaum dass er aus seinem Studium in Wien zurückgekehrt war, auch schon in die USA auswandern. Die Retrospektive seines Werks findet als Dauerausstellung in einem von ihm selbst konzipierten Gebäude und Garten in Split statt - er selbst liegt ganz in der Nähe, in Heimaterde, begraben.

Vladimir Nazor - Schriftsteller

1876 - 1949

Sein Geld verdiente Vladimir Nazor als Dorfschullehrer und Übersetzer, berühmt wurde er für seine Literatur, die von genauer Beobachtungsgabe, Fantasie, Liebe zum Detail und einem immensen Wortschatz zeugt. Seine berühmtesten Werke sind "Der große Joze" dessen Naturbeschreibungen ihresgleichen vergeblich suchen; "Der Bär Brundo", eine Fabel, die vom "Dschungelbuch" inspiriert wurde und "Der Hirte Loda" an dem der Autor acht Jahre feilte ehe er es veröffentlichen wollte. Immerhin wollte er in diesem Roman der zweitausendjährigen Geschichte seines Landes Tribut zollen und sie von seiner Hauptfigur durchleben lassen. Darüber hinaus schuf er etliche Märchen, Analogien, Gedichte und Geschichten - so vielfältig sein Stil war, so konsequent blieb Nazor in seiner Themenwahl: Das gesamte Werk behandelt die Geschichte und Schönheit Dalmatiens.

Goran Ivansevic - Tennis

1971 -

Zu einem Zeitpunkt, an dem die Schäden des Jugoslawien-Krieges weitgehend behoben waren und Kroatien sich unter einer neuen Regierung dem Westen öffnen und in diverse Staatenbündnisse aufgenommen werden wollte, kam Goran Ivansevics große Stunde: Der Tennisprofi aus Split, der einst für sein impulsives Temperament berühmt (und oft auch gemaßregelt worden) war und schon lange nur noch mittelmäßige Leistungen brachte, gewann überraschend das Finale in Wimbledon 2001. Das ganze Land feierte seinen neuen Star und identifizierte sich mit dem Außenseiter, der alle überrascht hatte und dennoch ganz der alte geblieben war.